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Autor: © Markus Prem (*1970), österreichischer Erdwissenschafter, schreibt Essays, Storys und Gedichte, Mitglied der Charles-Bukowski-Gesellschaft, Übersetzer des »Prolog zu Ask the Dust« von John Fante

Es gibt Menschen, denen wir hinterher weinen, wenn wir sie verlieren und die wir niemals in unserem Leben vergessen können, weil sie unsere Herzen durch ihr liebevolles Handeln berührt haben.

Autor: © Önder Demir (*1976), selbständig

Ein Tadel kann adeln, ein Lob kann kränken.

Autor: Adolf Palm (Müller-Palm) (1840 - 1904), dt. Schriftsteller, Chefredakteur (»Stuttgarter Neues Tagblatt«) und Theaterkritiker

Epilog

Oft denke ich an den Tod, den herben,
Und wie am End' ich's ausmach':
Ganz sanft im Schlafe möchte ich sterben –
Und tot sein, wenn ich aufwach'!

Autor: Carl Spitzweg (1808 - 1885), Maler, eigentlich Apotheker, als Maler Autodidakt. Er schilderte in kleinformatigen Bildern humorvoll Szenen aus dem Leben von Kleinbürgern und Sonderlingen der Biedermeierzeit

Manche sprechen nicht nur hinter vorgehaltener Hand,
sie denken auch dahinter.

Autor: © peter e. schumacher (1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist

O tränenwertes, wahres Bild des Lebens!
Die Freude tritt zur Tür herein, aus der
Kaum ging der Schmerz!
Das Glück nimmt ein das Bett,
Woraus entwichen die Verzweiflung kaum!
Was wird, besetzt die Stelle des Gewes'nen;
Des Lebens Becher ist stets gleich gefüllt,
Nur daß ihn eine Hand ergreift, die andre
Ihn wegstellt. Ach! wenn oftmals unser Auge
Die Glückesschalen, welche überschäumen
Zu müssen scheinen, gründlich prüfen könnte:
Ergäbe dann sich nicht, daß jede Lust
Des einen Menschen, mit des andern Asche
Und Tränen sich vermengt?

Autor: Quelle: »Jocelyn«

Wer nur trauert, trauert schlecht, und es besteht auch etwas Unmäßiges nicht lang. Man muß lernen, mit seinem Schmerz zu leben, ihn durchs Leben hindurchzutragen. So ehrt man die Toten schön und bleibend.

Autor: Friedrich Heinrich Jacobi (1743 - 1819), deutscher Philosoph und Schriftsteller

die weisheit zündet lichter an,
die dummheit brände.

Autor: Quelle: »Aphorismen von A – Z, Stadthaus Verlag, Blankenfelde bei Berlin, 2001

In der Silbe ›alt‹ strömt der ganze mythologische Fluß Lethe,
aus dem die junge Frau Vergessenheit des Gatten schlürft.

Autor: Quelle: »Das ist klassisch!«, Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke, 1922 – Originaltext –

Entscheidend

Was wir brauchen sind Menschen, die sich entschieden entscheiden.

Autor: © Dr. Günther Linsel (*1947), Unternehmensberater

Gerade deshalb, weil die Form das Wesen des Schönen ist, können auch Liebe und Freundschaft ohne Form nicht bestehen.

Autor: Quelle: »Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche«, Stuttgart: Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1869 – Originaltext –

Alles Unnatürliche und Unwahre trägt den Keim des Todes in sich.

Autor: Heribert Rau (1813 - 1876), deutscher Schriftsteller

Entspringt Wissen nur dem Willen zur Abgrenzung gegenüber anderen Klassen und Gruppen von Menschen, dient es ausschließlich der Selbstbefriedigung

Autor: © Daniel Mühlemann (*1959), Naturfotograf, Aphoristiker und Übersetzer

Ehefrau: Ist eine Frau, mit der man schlafen darf, wenn sie will und Mann kann.

Autor: Quelle: »Gedankensplitter ohne Kopfzerbrechen. Satzweise versetzte Sichtweisen«, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum, 2012

Nie ist entscheidend, wo man steht.
Stets zählt allein, wohin man geht.

Autor: © Andreas Tenzer (*1954), deutscher Philosoph und Pädagoge

Liebe verschenkt, Egoismus leiht.

Autor: Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker