Ich bin, was es sich zu bewahren lohnt, während ich noch nicht war, was ich sein wollte.

Autor: © Christa Schyboll (*1952), Eventmanagerin, Autorin

Die Steinzeit endete nicht, weil es keine Steine mehr gab.

Autor: Modernisiertes Sprichwort

Pflügerin Sorge

Über der Erde Stirne,
durch Tag und Nacht,
pflügt ein hagres Weib
hin und her…
Wilde Stiere,
kaum zu hemmen, ziehn,
reißen ihre Pflugschar durch den Grund:
Doch je rasender die Nacken zerrn,
nur so tiefer drückt den Baum sie ein.

Über der Erde Stirne,
durch Tag und Nacht,
führt Frau Sorge

Furche, Furche, Furche…
Leidenschaften,
kaum zu zähmen, ziehn,
reißen ihre Pflugschar durch den Grund:
Doch je wilder die Dämonen zerrn,
nur so tiefer gräbt den Stahl sie ein.

Autor: Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Manchmal kann die Entdeckung des Himmels auch nur eine Umschreibung für die Versteinerung des Herzens
oder auch der Hölle sein.

Autor: © Peter Rudl (*1966), deutscher Aphoristiker

Wer von uns müßte nicht dies vor allem erstreben: in seinem Können sicher zu werden, um gegen das von Außen kommende Urteil jeweils die rechten Gegengewichte im eigenen Gewissen zu besitzen.

Autor: Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker

Ich mag nicht Liebe, die mit Worten liebt.

Autor: Sophokles (496 - 405/6 v. Chr.), griechischer Flottenbefehlshaber, Tragödiendichter und Schauspieler, bekleidete zeitweise hohe Staatsämter

Ich kann an einer Person um so weniger einen Fehler ertragen, je mehr ich sie liebe.

Autor: Teresa von Avila (1515 - 1582), Teresa de Jesús, eigentlich Teresa de Cepeda y Ahumada, genannt Teresa die Große, spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige

Jeder Mensch macht Fehler. Aber viele
merken sie nur bei den andern.

Autor: Quelle: »Zusätze«, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum, 2012

Sie suchen auch bei der besten Leistung nur die Fehler.

Autor: © Otto Baumgartner-Amstad (*1924), Schweizer Beamter, Korrespondent des Nidwaldner Volksblattes, und Volksbühnenautor

Am Leistungsstrom lodern die Feuer der Perfektion bis sie ausgebrannt sind.

Autor: Quelle: »Vor-Trefflich. 1000 neue merk-würdige Aphorismen und Sprüche«,
Books on Demand, 2008

Anscheinend bin ich ein unverbesserlicher Optimist, der glaubt, es könnte alles besser werden, wenn nur jeder einmal nachdenken würde.

Autor: © Ingo K. Helms (*1968), deutscher Initiator

Des Gedankens Atem ist der Zweifel.

Autor: Quelle: »Gott, Mensch und Menschheit«, Aphorismen, 1916, Axel Juncker Verlag, Berlin-Charlottenburg

Weit häßlicher ist es, den Ruhm zu verlieren,
als ihn sich nicht erworben zu haben.

Autor: Gaius Caecilius Secundus Plinius der Jüngere (61 oder 62 - 113), römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Es gibt kein Eisen und kein Gift, das ich so sehr fürchte wie die Leidenschaft, zu herrschen.

Autor: Bernhard von Clairvaux (1091 - 1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Eitelkeit
ein schlimmes Kleid.

Autor: Sprichwort

Ein Mensch kann nicht tief nachdenken und gleichzeitig seine Muskelkraft auf das äußerste anstrengen. Hyppokrates sagte schon: ""Wenn zwei Schmerzen zu gleicher Zeit gefühlt werden, so übertäubt der heftigere den anderen."" Märtyrer sind in der Ekstase ihrer religiösen Schwärmerei für die größten Qualen unempfindlich gewesen.

Autor: Charles Darwin (1809 - 1882), englischer Naturforscher, begründete die als Darwinismus bekannte Abstammungslehre