Liebe: meist ein Warnzeichen.

Autor: © Peter Rudl (*1966), deutscher Aphoristiker

Verlegenheit macht Liebe.

Autor: © Elmar Schenkel (*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler.

Wenn's dich schüttelt und rüttelt, dann gilt:
Kein Selbstmitleid! Ertragen!
Rücken gerade! Kopf hoch!
Weiter!

Autor: © Rainer Kaune (*1945), alias Heinrich Berner, Autor, Rezitator und Vortragsredner

Reiche Herzen erleben viel in kurzer Zeit.

Autor: Quelle: »Problematische Naturen«

Es treibt dich fort von Ort zu Ort

Es treibt dich fort von Ort zu Ort
du weißt nicht mal warum;
im Winde klingt ein sanftes Wort,
schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten blieb,
sie ruft dich sanft zurück:
O komm zurück, ich hab dich lieb,
du bist mein einz'ges Glück.

Doch weiter, weiter, sonder Rast,
du darfst nicht stille stehn.
Was du so sehr geliebet hast,
sollst du nicht wiedersehn.

Autor: Heinrich Heine (1797 - 1856), eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter, Erzähler und Romancier

Wir sagen, daß die Sklaverei in der europäischen Kultur nicht mehr existiert. Doch das ist nicht die Wahrheit. Die Sklaverei existiert immer noch, nur heißt sie heute Prostitution.

Autor: Victor Marie Hugo (1802 - 1885), französischer Lyriker, Romantiker und Maler, Mitglied der Académie Française

Man kann nicht alles ohne Fehler machen.

Autor: © Christian Meyer (*1993), Schüler der ersten G8-Klassen in Bayern

In dieser gottvergeßnen Zeit,
Da Treue, Wahrheit, Ehrlichkeit
Wie Kehricht wird behandelt,
Da alles, was erbärmlich, schlecht,
Als heilig gilt, das Völkerrecht
Verhunzt wird und verschandelt,
Da bitten wir um eines nur:
Behüt uns Gott vor der Kultur,
Wir bleiben, was wir waren –
Anständige Barbaren!

Autor: Paul Lindau (1839 - 1919), deutscher Schriftsteller, Journalist und Theaterleiter

Das Einzige, was manche Männer gegen eine Glatze tun, ist, zu behaupten, daß die Haare dem Verstande weichen mußten.

Autor: © Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

Der erste Fürst war ein Mörder und führte den Purpur ein,
die Flecken seiner Tat in dieser Blutfarbe zu verstecken.

Autor: Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker

Das Archetypische am Politiker ist, daß er beim Multiplizieren das Maul öffnet.

Autor: Quelle: »Aphoretum – Gesammelte Aphorismen«, 2010

Erfinden: Existierendem zur Existenz verhelfen.

Autor: Quelle: »TriebFeder«, Frieling & Partner, Berlin, 1996

Nur eine Sonne und so viele Augen!
Nur eine Welt und so viele betrachtende Seelen!

Autor: Quelle: »Bausteine zu Leben und Zeit«, zus.gestellt und hg. v. Elsa Boßhart-Forrer, Zürich und Leipzig: Grethlein & Co., 1929

Eigene Gedanken müssen nicht immer neu sein. Aber wer einen neuen Gedanken hat, kann ihn leicht von einem anderen haben.

Autor: Quelle: »Sprüche und Widersprüche«, Albert Langen Verlag für Litteratur und Kunst, München, 1909

Was mich mit einem Ort verbindet, ist nicht der Sommer, sondern der Winter, und mit den Menschen die Trauer der Liebe.

Autor: Ion Dragoumis (1878 - 1920), griechischer Schriftsteller, Diplomat und Revolutionär

Europa läuft dem Wissen davon – Asien läuft ihm entgegen.

Autor: Quelle: »Aphoretum – Gesammelte Aphorismen«, 2010